Wie ich schon in meinem letzten Eintrag gedroht habe ist es nun also soweit: Ich darf nun die neue CD von Bruce Springsteen mit dem vielsagenden Titel „Magic“ mein Eigen nennen. Und daher werde ich nun an dieser Stelle ein paar Worte zu diesem Album verlieren.
Kaum ist die neue Scheibe im CD Player verschwunden fällt eines sofort auf „The boss is back!“ Und das wie schon lange nicht mehr zuvor. Kaum hat die silberne Scheibe die notwendigen Umdrehungen aufgenommen, schon fliegt dem geneigten Hörer der erste Titel „Radio Nowhere“ mit einem frischen Rock n’ Roll Sound um die Ohren, wie er schon lange nicht mehr von Springsteen zu hören war. Nach dem bedrücktem Album „The Rising“ und Experimenten wie „Devils and Dust“ oder auch „We Shall Overcome – The Seeger Sessions“ ist die alte Spielfreude des Boss und der unbeschreiblichen E-Street Band wieder da.
Die Mischung kann nur als gelungen beschrieben werden. Jeder Song trägt die unnachahmliche Handschrift von Springsteen und das beispiellose Arrangement der Band. Wer der Ansicht ist, Springsteens Texte hätten kein Potential zur Lyrik, dem sei der Titelsong „Magic“ empfohlen. Auch mit Kritiken hält sich der Boss nicht zurück, obwohl dies geschickt eingearbeitet ist. So kommt „Last To Die“ freundlich gestimmt dem Zuhörer entgegen, wenngleich es auch ein deutliche Kritik am amtierenden U.S. Präsidenten ist. Als Kontrast dazu die sehnsüchtige Ballade „Long Walk Home“ mit nichts weniger als dem unnachgieblichem Drang nach Melancholie und Resignation“. Als Gesamtwerk ist diese CD ein Spiegel der Rockgeschichte eines Mannes, der sicherlich seine Spuren in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts hinterlassen hat und wird.
Manche munkeln, dass „Magic“ die letzte CD aus Springsteens Feder sein soll. Wenn man nach dem Spruch geht „Man soll aufhören, wenn es am schönsten wäre“, so ist dies sicher ein geeigneter Zeitpunkt. Auf der anderen Seite soll man die Hoffnung nicht aufgeben und so schaue ich einfach einmal, was die Zukunft bringt.